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Neue Babysitter erhalten ihre Zertifikate

Im Fach Sozialwesen machen die Schülerinnen einen Babysitterführerschein. Hier lernen sie ganz nebenbei Wichtiges über die kindliche Entwicklung, aber auch darüber, was man beim Umgang mit Kindern beachten sollte und wie man schwierige Situationen meistert.

Alle Schülerinnen der 8. Klasse, die das Fach Sozialwesen gewählt haben, erhielten ihre Führerscheine. Sie sind über 13 Jahre alt und können sich nun über den Babysitterdienst an der Schule oder aber auch in den Kindergärten am Heimatort als Babysitter bewerben.

Jessica Brehmer aus der Klasse 10 b berichtet:

"Meinen Babysitterjob, den ich nun schon seit ca. einem Jahr ausübe, fand ich durch meine Lehrerin Frau Failer. Mir fällt der Job sehr leicht und macht mir viel Spaß. Ich betreue zwei nette Mädchen, die mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen sind. Immer wieder aufs Neue freue ich mich, auf sie aufzupassen. Zudem kann ich dadurch mein Taschengeld ein wenig aufbessern. All die vielen Erfahrungen, die ich mit den beiden machen durfte, waren positiv und ich freue mich darauf, noch viel mit den beiden erleben zu dürfen."

Was tun, wenn ein Baby beim Wickeln schreit? Mit wie vielen Monaten kann ein Kind frei sitzen? Welche Beschäftigungsmöglichkeiten kommen für eine Fünfjährige in Frage?

Diesen und vielen weiteren Fragen gingen in den ersten drei Schulwochen an der Maria-Ward-Realschule die Mädchen der Klasse 8b nach. Im Rahmen des Sozialwesenunterrichts, den sie als Zweig gewählt haben, bereiteten sich 38 Schülerinnen auf den "Babysitterführerschein" vor, den am Ende auch alle problemlos bestanden. Die Begeisterung für dieses etwas andere Unterrichtsthema war von Anfang an spürbar. Da wurden Babyfotoalben mitgebracht, von den kleinen Geschwistern erzählt, sich an die eigene Kindheit erinnert und mit Hingabe an einer echten Pflegepuppe das richtige Aufnehmen, Tragen, Wickeln und Anziehen eines Säuglings geübt. 13 Jahre ist das gesetzliche Mindestalter, um einen regulären Job als Babysitter anzunehmen. Auch wenn kleine Kinder bei den 8.Klässlerinnen durchwegs Entzücken und einen ersten Mutterinstinkt hervorrufen, ist ein solcher Nebenverdienst im Gegensatz zu manch anderen Ferienjobs mit einer großen Verantwortung verbunden. Eingehend wurden die Probleme und mögliche Gefahren besprochen, die sich ergeben, wenn man auf Kinder im Kindergarten- bzw. Grundschulalter aufpasst. Eine ausführliche Checkliste sowie ein Merkblatt für künftige Babysitter schaffen hier zusätzliche Sicherheit.

Nach einem Überblick über die geistige, soziale und körperliche Entwicklung eines Kindes standen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten im Vordergrund. Singen, Spielen, Basteln, Toben und Vorlesen wurden mit vielen Beispielen und theoretischen Grundlagen vorgestellt. Als Tabu gelten hier Fernsehen und Computerspielen, denn nichts kann die kreative Beschäftigung in ihrem Wert ersetzen. So gerüstet wurde in der letzten Stunde das erworbene Wissen in einem Test abgefragt. Stolz präsentierten sich danach die frischgebackenen Babysitterinnen mit ihrem Zertifikat. In Kindergärten und Grundschulen wollen sie diese Bescheinigung aushängen, um möglichst bald das Erlernte in die Praxis umsetzen zu können. Nun warten die Mädchen nur noch auf junge Familien, um sie bei der Kinderbetreuung tatkräftig und regelmäßig zu unterstützen.

Damit nach dem ersten Enthusiasmus keine Ernüchterung eintritt, falls doch einmal Probleme auftauchen oder die junge Babysitterin sich überfordert fühlt, werden die Mädchen weiterhin von ihren beiden Sozialwesenlehrerinnen, Frau Marie-Luise Failer sowie Jeanette Pobitschka, betreut. Diesen Service bietet die Maria-Ward-Realschule bereits seit vielen Jahren erfolgreich an. Erfahrung im Umgang mit Kindern, ein erster kleiner Nebenverdienst sowie die Übernahme einer verantwortungsvollen Aufgabe tragen wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen bei. Daneben ist die Unterstützung von Familien mit einem kleinen Kind für viele gestresste Eltern, die sonst keine Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs haben, oft sehr willkommen.

Für 5,- € in der Stunde kann man so eine motivierte junge Dame engagieren, auf Kleinkinder bis hin zu Jungen und Mädchen im Grundschulalter aufzupassen und den Nachwuchs sinnvoll zu beschäftigen.

Wer sich für diesen Babysitterdienst interessiert, kann auch gerne mit der Maria-Ward-Realschule, Telefon 08252/88170, in Verbindung treten, dort wird der Dienst weitervermittelt.



Babysitterin Jessica mit zweien Ihrer Schützlinge im Einsatz

Maria-Ward-Realschule Schrobenhausen, Lenbachstraße 32, 86529 Schrobenhausen
Telefon: 08252 8817-0, E-Mail: realschule@maria-ward-sob.de